Beschreibung
„Die Hicken und die Eisenbahn“ von Frank Lipke ist eine umfassende Dokumentation im Brienna Verlag zur Geschichte der Eisenbahn im Hickengrund. Sie beschreibt die historische Entwicklung der Bahnstrecke Gießen – Köln und ihre Bedeutung für die industrielle Entwicklung des Hickengrundes.
Im Mittelpunkt steht der Bau und Betrieb der Eisenbahnlinie sowie deren Einfluß auf Wirtschaft, Infrastruktur und regionale Entwicklung. Der erste Teil behandelt die Planung und den Bau der Strecke sowie die Veränderungen für den Hickengrund. Themen sind unter anderem die zuständigen Verwaltungsstrukturen, die Bahnhöfe und Betriebswerke, Gleis- und Streckenpläne sowie Eisenbahnunfälle während der Dampflokzeit. Ergänzt wird dieser Abschnitt durch historische Fotografien, Zeitzeugenberichte zur Bombardierung der Strecke im Jahr 1944 und Dokumentationen zur Gleiserneuerung zwischen Holzhausen und Allendorf.
Der zweite Teil widmet sich den Gruben und Mühlen im Hickengrund und deren wirtschaftlicher Bedeutung. Der dritte Teil beleuchtet die industrielle Entwicklung regionaler Unternehmen, darunter die Westerwälder Tonindustrie (WTI), die Tongrube „Auf dem Kreuz“ in Niederdresselndorf sowie die Hering-Bau Unternehmensgruppe in Holzhausen.
Das Werk von Frank Lipke aus dem Brienna Verlag verbindet Eisenbahngeschichte mit regionaler Industrie- und Wirtschaftsgeschichte und bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Hickengrundes über mehrere Jahrzehnte.
Der Autor
Frank Lipke arbeitete rund zweieinhalb Jahre an der rund 300 Seiten starken Dokumentation. Dabei verband er intensive Recherche mit zahlreichen Quellenstudien und Gesprächen im regionalen Umfeld. Er nutzte Fachliteratur, historische Dokumente sowie Bildmaterial aus Archiven und privaten Sammlungen in Deutschland und im Ausland. Recherchen führten ihn unter anderem in Landesarchive sowie in das DB Museum Koblenz und das Deutsche Technikmuseum Berlin. Ziel seiner Arbeit war es, die Geschichte der Bahnstrecke Gießen–Köln und ihre Bedeutung für den Hickengrund umfassend zu dokumentieren. Angetrieben wurde das Projekt durch die Frage, warum die Strecke genau durch den Hickengrund verlief und welche Rolle der Bahnhof und die regionale Industrie dabei spielten.
Der Autor, gelernter Bürokaufmann, lebt im Hickengrund und wurde 2009 mit Parkinson diagnostiziert. Trotz der Erkrankung setzte er sein langjähriges Herzensprojekt konsequent um und verantwortete Recherche, Text, Bildbearbeitung und Layout vollständig selbst.
Das Werk wurde überarbeitet und erweitert und erscheint in der 3. Auflage nun im Brienna Verlag.



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